Wer oder was ist Faschismus?

19.04.2017 • Diese Frage habe ich vor ein paar Wochen schon einmal gestellt, als der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan mit dem Begriff „Faschismus“ inflationär um sich geschmissen hat. Gerne hätte ich ihn mal gefragt, was das überhaupt ist. Wahrscheinlich weiß er es gar nicht.

Ich habe mich an einer Faschismus-Charakteristik versucht – was sind die typischen Merkmale dieser Ideologie?


Merkmale Faschismus


Und nach der Lektüre überlegen wir mal, wo es Anzeichen für Faschismus gibt ...




Ohne Kompass

19.04.2017 • Zweitagesrückblick

Wie sich jetzt herausgestellt hat, fuhr der von Mr. Trump vorige Woche losgeschickte Flugzeugträgerverband gar nicht nach Nordkorea, sondern in die entgegengesetzte Richtung und schippert gerade vor Nord-Australien herum. Fehlt den Schiffen der US Navy ein Kompass oder der Regierung in Washington?




Diktatur ahoi

17.04.2017 • Zweitagesrückblick

Wenn man bedenkt, dass ein Teil der Opposition im Gefängnis sitzt, dass die Massenmedien „Evet“-Werbung in Dauerschleife sendeten und ein „Hayir“ dort so gut wie nicht vorkam, Gegner des von Recep Tayyip Erdoğan angestrebten Präsidialsystems massiv unter Druck gesetzt wurden und eine sachliche Diskussion über die eigentlichen Inhalte der Verfassungsänderungen erfolgreich verhindert wurde, ist selbst das offizielle von der türkischen Wahlkommission verkündete Ergebnis von 51,4% „Evet“ (Ja) zu 48,6% „Hayir“ (Nein) ziemlich schwach.

Spannend und zugleich entlarvend waren Aussagen von türkischen Bürgern, die befragt wurden, warum sie wie abgestimmt haben. Nein-Wähler argumentierten mit den geplanten Verfassungsänderungen, die sie hauptsächlich wegen der Machtkonzentration beim Präsidenten ablehnten. Ja-Wähler sprachen von einer großen Türkei, erklärten sich zu Patrioten, sind gegen „Europa“ oder schwärmten schlicht von Recep Tayyip Erdoğan als „größtem Führer aller Zeiten“. Es ist nicht verboten, bei einem Referendum abzustimmen, ohne zu wissen, worum es überhaupt geht ...

Aber eigentlich egal: Alleine angesichts der Tatsache, dass die erwähnte Wahlkommission gestern mal eben nicht abgestempelte und damit von ihr gar nicht autorisierte Stimmzettel unbekannter Herkunft (diejenigen, die diese Stimmzettel in Umlauf gebracht haben, wissen es natürlich) als gültig anerkannt hat, ist dieses Referendum als Farce zu betrachten. Da passt der Ausdruck „getürkt“ ausnahmsweise mal.

Eigentlich. Denn Recep Tayyip Erdoğan stört das natürlich nicht. Er hat ein offizielles Ergebnis mit 50+% und erklärt, das „Volk“ stehe hinter ihm. Sein „Volk“ besteht aber nur aus seinen Anhängern, macht gerade mal die Hälfte der zur Wahl gegangenen Türken aus – wenn wir das offizielle Ergebnis zu Grunde legen wollen. Die andere Hälfte sind, so seine Beschimpfungen während des Wahlkampfes, hingegen „Terroristen“.

Diktatur ahoi, der letzte Schritt eines Putsches von oben.




180 Grad. Mindestens!

15.04.2017 • Zweieinhalbwochenrückblick

Mal was ganz anderes – Apple: Wer mir bei Veranstaltungen schon einmal beim Arbeiten zugeschaut hat, der weiß, ich nutzen seit einer Ewigkeit Computer von Apple. Genau genommen dauert diese Ewigkeit jetzt gut 25 Jahre. Ende 1991 habe ich meinen ersten Mac gekauft, ein Macintosh PowerBook 170. Damals sagte man noch Macintosh.



Das schmucke Gerät mit einem einfarbigen 10 Zoll-LCD hatte zunächst 2 MB RAM, später sensationelle 8 MB (nicht GB!). Damit war ich damals der RAM-Krösus. Der Prozessor Motorola 68030 taktete mit 25 MHz, dazu gab es noch einen Koprozessor namens Motorola 68882 FPU. Das PowerBook habe ich mit einem Modem ausgestattet und erste Schritte ins damals neue Internet gewagt: E-Mail, Newsgroups (Usenet), das frühe World Wide Web. Das PowerBook funktioniert heute noch.

Aber bevor ich zu sehr in Erinnerungen schwelge ... von den Äußerungen, die zuletzt von Apple zu vernehmen waren, musste ich mich erst einmal ein paar Tage erholen. Phil Schiller, Vizepräsident Marketing, hat sich tatsächlich bei uns, den Kunden, entschuldigt und dann das Wort „modular“ in Zusammenhang mit einem Mac in den Mund genommen.

macgadget.de zitiert ihn unter anderem wie folgt: „With regards to the Mac Pro, we are in the process of what we call 'completely rethinking the Mac Pro'. We’re working on it. We have a team working hard on it right now, and we want to architect it so that we can keep it fresh with regular improvements, and we’re committed to making it our highest-end, high-throughput desktop system, designed for our demanding pro customers.

As part of doing a new Mac Pro — it is, by definition, a modular system — we will be doing a pro display as well. Now you won’t see any of those products this year; we’re in the process of that. We think it’s really important to create something great for our pro customers who want a Mac Pro modular system, and that’ll take longer than this year to do.“

Mit neuen Macs hat sich Apple in den vergangenen Jahre eher zurückgehalten. Im Herbst 2016 gab es zumindest neue MacBook Pros. Mit der ebenso neuen Touch Bar. Mir konnte bisher aber noch niemand den Vorteil dieser Neuerung erklären. Was kann man damit besser, schneller, effizienter machen als bisher?

Ja, die Geräte sehen ausgesprochen schick aus, sind leicht, haben ein tolles Display, eine schnelle SSD und die moderne Thunderbolt 3-Schnittstellen. Leicht und schlank zu sein, das sind für ein Notebook sicher wichtige Kriterien. Aber nicht die einzigen. Wenn das zur Folge hat, dass der Akku kleiner und alles verklebt und verlötet wird, ist das definitiv die falsche Richtung. Auch die Vorgänger-Modelle waren nicht gerade globig. Die neuen MacBook Pros halten nur in etwa so lange durch wie die Vorgänger, weil die Skylake-Prozessoren gegenüber den vorher verbauten CPU ein wenig sparsamer geworden sind. Chance verpasst, an dieser Stelle ordentlich zuzulegen.

Gerade unter dem Gesichtspunkt, dass Macs vielleicht etwas länger genutzt werden als „normale“ PC, wäre es äußerst praktisch und sinnvoll, den RAM erweitern oder zumindest die SSD austauschen zu können. Die Preise sinken, in ein paar Jahren könnte man sich eine schöne große SSD einbauen. Ich selbst habe im vorigen Jahr die Lebens- und Nutzungsdauer meines ollen iMacs mit einer SSD verlängert. Ich hätte bei der Produktpalette von Apple eh nicht gewusst, was ich mir hätte neu kaufen sollen ...

Die Ausfallwahrscheinlichkeit eines integrierten Bauteils ist immer höher als die der einzelnen Bestandteile, da sich die Ausfallwahrscheinlichkeiten addieren. Sogar die SSD ist bei den neuen 15 Zoll-MacBook Pro verlötet. Wenn RAM oder SSD oder sonst irgendwas kaputt geht, muss das gesamte Mainboard ausgetauscht werden. Super Idee. Wie kommt man als Ingenieur auf so etwas? Und teuer wird es auch, wenn nach einem Jahr die Garantie ausläuft. Reparieren kann man die Geräte natürlich so gut wie nicht.

Unabhängig von den Vor- und Nachteilen der MacBook Pros sieht es aus, als hätte Apple mal eben ein neues Produkt rausgehauen, ohne aber bei den Macs eine Strategie zu verfolgen, einen Plan zu haben, wo es hingehen soll.

Weiterhin herrscht Chaos in der mobilen Produktpalette: Bis zur Keynote im Oktober, als die neuen MacBook Pro vorgestellt wurden, gab es 11 Zoll, 12 Zoll, 13 Zoll und 15 Zoll. Dazu drei verschiedene Typen: MacBook Air, MacBook Pro und MacBook. Das MacBook 12" ist teurer als das 13" Air, aber weniger leistungsfähig, hat dafür ein Retina-Display und ist in schickem Gold zu haben.

Jetzt gibt es das 12" MacBook und das 13" MacBook Air, beide unverändert, das neue MacBook Pro in 13" und 15" sowie das alte MacBook Pro in 13" und 15" – ebenfalls unverändert. Wer hat sich denn das ausgedacht?

Vielleicht kann Apple da ein bisschen Struktur reinbringen. Mal als Idee: 12" MacBook, 14" MacBook, 14" MacBook Pro, 16" MacBook Pro. Die Pros mit separater Grafikkarte und Thunderbolt 3, die anderen von mir aus mit USB-C und kleineren Prozessoren. Das wäre doch mal eine klare Linie.

Richtig duster sieht es schon seit längerem bei den Desktop-Geräten aus. Der Mac mini wurde im Herbst 2014 das letzte mal aktualisiert, der iMac immerhin im Herbst 2015. Beide Modelle sind mittlerweile auch kaum noch erweiterbar.

Und der Mac Pro, von dem Phil Schiller sprach, ist tatsächlich seit 2013 unverändert. Damals stellte Apple mit dem „Mülleimer“ einen komplett neuen Entwurf für einen Pro-Rechner vor – der sich, wie Schiller nun zugab, als Sackgasse erwiesen hat.

Das einzige, was sich bei diesem Premium-Produkt seitdem geändert hat, ist der Preis. Nach oben. Das lag zugegeben primär am Wechselkurs Dollar-Euro, was die Sache aber nicht besser macht. Zusammen mit der Ankündigung für 2018 vor ein paar Tagen hat Apple tatsächlich die Preise des aktuellen – alten – Mac Pro reduziert.

Das erweckte alles nicht den Eindruck, dass zumindest die Desktop-Macs bei Apple noch eine Zukunft haben, zumal die Firma aus Cupertino auch noch bekannt gab, keine eigenen Displays mehr anzubieten. LG sollte das übernehmen und hat zwei speziell für Macs gedachte Displays angeboten, doch die machten massive Probleme. Das 5K-Modell musste gar vorübergehen vom Markt genommen werden. Also nicht der ganz große Wurf.

Und jetzt das. Eine Kehrtwende um 180 Grad. Mindestens!

Natürlich ist das iPhone Apples Umsatzlieferant Nummer eins. Und das mit Abstand. Im ersten Quartal 2017, das im Januar des Jahres zu Ende ging, hat Apple einen Umsatz von 78,4 Mrd. Dollar gemeldet. Davon wurden 7,24 Mrd. Dollar mit den Macs erwirtschaftet – 5,37 Millionen Geräte wurden verkauft. Mit den iPads wurde übrigens ein Umsatz von 5,53 Mrd. Dollar erzielt. Tendenz rückläufig.

Eigentlich erstaunlich, dass Apple mit der alten Produktpalette noch so viel Geld verdient. Allerdings waren zwischenzeitlich die Mac-Verkäufe rückläufig. Offenbar haben die neuen MacBook Pros das Quartal im Mac-Segment gerettet. Andererseits liest man, dass es im Refurbish-Shop von Apple einen Run auf die alten MacBook Pros geben soll – ohne Touch Bar.

Auch war die Kritik in den gängigen Foren nicht zu übersehen. Ob Apple tatsächlich auf Kundenwünsche reagiert oder schlicht die eigenen Fälle im professionellen Marktsegment davon schwimmen sieht – beides schließt sich nicht aus –, der Sinneswandel kam mehr als überraschend. Natürlich soll die sehr frühzeitige Ankündigung für ein erst im kommenden Jahr erscheinenden Produkt professionelle Kunden halten.

Wobei „professionell“ alles und jeder sein kann. Für einen Blogger, einen schreibenden Journalisten oder Autoren reicht ein kleines MacBook oder MacBook Air, um seine Profession, seinen Beruf, damit ausüben zu können. Für Bild- oder Videobearbeitung braucht man ein bisschen mehr Leistung, dazu schnell angebundenen Speicherplatz und große Displays. Phil Schiller meint wohl eher letzteres, wenn er von „our pro customers“ spricht.

Meine Frau vertritt ja die Theorie, dass Steve Jobs den Managern in Cupertino erschienen ist. Wie dem auch sei, die Apple-Oberen kamen dabei zu sensationellen Erkenntnissen. Zum Beispiel sei es auch für Apple leichter, einen modular aufgebauten Rechner up to date zu halten. Wer hätte das gedacht! Noch unklar ist, ob Apple unter „modular“ tatsächlich das gleiche versteht wie ich.

Dass sich Apple für den neuen MacPro bis 2018 Zeit lässt, legt den Gedanken nahe, dass man sich dort in den vergangenen Jahren keinerlei Gedanken darüber gemacht hat, ob, und wenn ja, wie es mit dem MacPro weitergehen soll.

Nun überschlagen sich die Gerüchte um neue Macs. Da ist von einem iMac „Pro“ mit Xeon-Prozessoren die Rede, einem aufgemotzten Mac mini, gar einem 8K-Display. Schauen wir mal, was tatsächlich kommt. Im Ankündigen „großartiger“ Produkte war Tim Cook zuletzt tatsächlich großartig. Aber die Ansage von Phil Schiller hat eine andere Qualität als die bisherigen unverbindlichen Cook’schen Stellungnahmen.

Apple sollte sich auch von dem selbst auferlegten Zwang befreien, jedes Jahr eine neue Version des Betriebssystems macOS X herausbringen zu müssen. Es ist bereits ein sehr umfangreiches und grundsätzlich ausgereiftes System – bei dem es zuletzt aber immer wieder Probleme gab. Gang raus, mehr Qualität, weniger Quantität!

Aber warum überhaupt Apple? Auch andere Mütter haben schöne Töchter. Mag sein. Aber ich arbeite sehr gerne mit macOS X, und das, so denke ich, ziemlich effizient und weitgehend stressfrei. Klar, ich kenne mich damit ein bisschen aus. Hinzu kommt ein für meine Zwecke sehr gutes Software-Angebot, das mir zum Beispiel unter Linux fehlen würde. Windows möchte ich vermeiden. Und Rechner mit macOS X gibt es halt nur von Apple.

Immer das gleiche Schema: Läuft es innenpolitisch nicht so richtig rund, lässt man es außenpolitisch krachen, um von den Problemen abzulenken. Vladimir Putin macht das so, Kim Jong-un sowie, Mr. Trump nun ebenso. Und vor und nach den Genannten viele andere Diktatoren und auch gewählte Staatenlenker.

Ein billiges Ablenkungsmanöver also. Naja, „billig“ trifft es nicht ganz. Wie der Spiegel anmerkt, hätten die 59 Marschflugkörper vom Typ Tomahawk, die Mr. Trump nach Syrien schickte, so viel gekostet, „wie fast der gesamte US-Kulturetat, den Trump streichen will“.

Nachdem der US-Präsident seine ersten großen Projekte wie das Einreiseverbot und die Gesundheitsreform in den Sand gesetzt hat, rasselt er nun in Syrien und in Nordkorea mit dem Säbel, macht etwas, für das er seinen Vorgänger Barak Obama noch einen „dummen Präsidenten“ genannt hat. Auch eine Kehrtwende um 180 Grad. Mindestens! Hmm, oder auch nicht. Für eine Kehrtwendung hätte man ja vorher und nachher eine Richtung haben müssen ...

Was bringt der Marschflugkörper-Schuss aus der Hüfte außer ein paar weiteren Toten? Und was unternimmt Mr. Trump, wenn der durchgeknallte Kim Jong-un den nächsten Raketen- oder Atomtest anordnet? So wie er sich gerade mit einer Flugzeugträger-Gruppe und verbal in Position bringt, kann er kaum wieder einen Schritt zurück gehen. Umgekehrt ist das natürlich genauso. Kim Jong-un gibt sich wie üblich martialisch, droht mit Vergeltung für alles mögliche und dem „totalen“ Krieg. Ihm ging und geht es stets nur um den Erhalt des eigenen Regimes. Deswegen lässt er an Atomwaffen basteln, deswegen muss er, so denkt er zumindest, Härte zeigen.

Die russische Regierung erklärt, es könne nur eine politische Lösung des Konflikts geben. Stimmt. In Sachen Syrien sieht das Russland, das sich zusammen mit seinem Verbündeten Baschar al-Assad auf der Siegerstraße sieht, aber völlig anders.

Wenn 80 Menschen durch Giftgas sterben – was schlimm ist – bricht große Entrüstung aus. Wieviel Menschen streben täglich in Syrien durch konventionelle Waffen?

Natürlich nicht fair: Morgen steht in der Türkei das Referendum um die Einführung des von Recep Tayyip Erdoğan gewünschten Präsidialsystems an. Fair in unserem Sinne ist diese Abstimmung natürlich nicht. Gegner des Präsidialsystems oder die, die dafür gehalten werden, sind massiven Repressalien ausgesetzt, werden als „Terroristen“ beschimpft. „Hayir“ gibt es in den staatlichen Massen-TV-Sendern nicht. Stattdessen „Evet“-Dauerwerbesendungen. AKP-Politiker haben im Fall einer Niederlage sogar mit Bürgerkrieg gedroht.

Was wird Erdoğan machen, wenn das Referendum nicht in seinem Sinne ausgeht? Zunächst einmal müssen Schuldige her. Da bieten sich böse, ausländische, natürlich total faschistische Mächte an, die der Türkei nicht die Butter auf dem Brot gönnen. Dann wird er, befürchte ich, so weitermachen wie bisher. Er agiert und regiert ja schon so, als wäre das Präsidialsystem in Kraft. Die aktuelle und gültige Verfassung, Gesetzte, die gelten für einen Recep Tayyip Erdoğan nicht.

Und wenn er gewinnt, dann wird er, befürchte ich, auch so weitermachen wie bisher.

Ich hoffe, dass das Ergebnis nichts schon fest steht ... bisher hat Erdoğan bei Versuchen, seine Ziele durchzusetzen, wenig Skrupel gezeigt.




Fotos von den Deutschen Cross-Meisterschaften im Archiv

10.04.2017 • Mit den Bildern der Deutschen Cross-Meisterschaften in Löningen sind nun alle Veranstaltungen der Wintersaison archiviert.


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Fotos von den Deutschen Senioren-Hallenmeisterschaften im Archiv

02.04.2017 • Die Bilder der Deutschen Hallenmeisterschaften der Senioren in Erfurt sind archiviert. Jetzt fehlen noch die Fotos der Deutschen Crossmeisterschaften.


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Bayerische Schnappsidee

28.03.2017 • Einwochenrückblick

Eigenes Versagen: Mr. Trump bescheinigt sich selbst als US-Präsident Bestnoten und den – natürlich – besten Start, den je ein Mensch in diesem Job hingelegt hat. Da will ich nicht wissen, wie bei ihm ein mieser Start ausgesehen hätte. Seine bisherigen beiden Großprojekte gingen in die Hose. Trumps Dekrete zum Einreiseverbot wurden von Gerichten gestoppt, die eigene Gesundheitsreform zog er am Freitag Mangels Mehrheit im Kongress zurück.

Und nein, das ist nicht die Schuld der Demokratischen Partei oder der bösen Presse. Die Republikaner stellen den Präsidenten und haben in beiden Kammern des Kongresses, dem Senat und dem Repräsentantenhaus, die Mehrheit. Wenn man es bei so einer komfortablen Ausgangssituation nicht schafft, ein Gesetz zu verabschieden, hat man es ausschließlich selbst verbockt.

Bayerische Schnappsidee: Die Berliner Regierungskoalition kann das besser und hat es leider geschafft, das Gesetz zur Einführung der PKW-Maut durch den Bundestag zu bringen. Durch den Deal zwischen SPD und der Union, auch Koalitionsvertrag genannt, nach dem jeder ein paar eigene Anliegen umsetzen durfte, wurde aus einer schlechten Idee ein schlechtes Gesetz.

In Bayern hat die CSU mit der „Ausländer-Maut“ Stimmung und Stimmen gemacht. Als es um die konkrete Umsetzung ging, war das eher kontraproduktiv, da eindeutig diskriminierend und damit EU-Recht widersprechend.

Und was soll es überhaupt bringen?

Geld? Verkehrsminister Alexander Dobrindt nennt die Maut ja auch gerne „Infrastrukturabgabe“ und suggeriert damit, das Geld der Autofahrer fließe umgehend in die Verkehrsinfrastruktur. Dabei wird bisher schon nur ein Teil der Einnahmen durch die Kfz- und die anteilige Energiesteuer (früher Mineralölsteuer) in den Straßenverkehr investiert. Der ADAC spricht von etwa einem Drittel. Wenn also die Autofahrer über Steuern und sonstige Abgaben die von ihnen genutzte Infrastruktur finanzieren sollen, warum werden die über sie bisher schon generierten Gelder nicht dafür genutzt, sondern einen neue Steuer eingeführt? Mal ganz davon abgesehen, dass die Schätzungen über die Einahmen durch PKW-Maut ziemlich auseinander gehen.

Gerechtigkeit? Man sollte nicht vergessen: Auch die Österreicher zahlen in Österreich die Maut. Beim bayerischen Modell der „Ausländer-Maut“ werden – genau! – ausschließlich die ausländischen Autofahrer zur Kasse gebeten, da die deutschen Fahrer das Geld ja über die Kfz-Steuer zurückbekommen sollen.

Mit der Einführung der PKW-Maut und der zugehörigen Verwaltung wird ein Apparat aufgebaut, mit dem sich die Abgabenspirale leicht nach oben drehen lässt, wenn die Einnahmen doch nicht so ganz den Wünschen entsprechen. Dann zahlen auch die deutschen Autofahrer drauf.

Schimpfwort „Europäer“: Recep Tayyip Erdoğan hat ein weiteres Referendum angekündigt. Nach dem Präsidialsystem will er auch über den EU-Beitritt der Türkei abstimmen lassen. Wir sollten ehrlich sein: Das hat sich bis auf weiteres sowieso erledigt. So, wie sich die türkische Regierung aufführt, hat das Land in der EU leider nichts zu suchen. Erdoğan sieht das wahrscheinlich ähnlich, nur mit anderen Vorzeichen. Mir scheint, so auch der Eindruck im Familienkreis, der Begriff „Europäer“ ist bei den Erdoğan-Anhängern mittlerweile zum Schimpfwort geworden.

Weder kann die EU mit einer Beendigung der Beitrittsgespräche eine glaubhafte Drohkulisse aufbauen, und umgekehrt schon gar nicht, noch die Türkei bei genauerer Betrachtung mit der Aufkündigung des Flüchtlingspaktes. Alle Seiten versuchen es aber dennoch bei jeder Gelegenheit.




Der Pressekodex II

25.03.2017 • Ich habe die Änderung des durchaus umstrittenen Abschnittes 12.1 über die Berichterstattung über Straftaten und der Nennung der Nationalität der Verdächtigen oder Täter genutzt, um den Pressekodex nun komplett mit allen Unterpunkten aufzulisten.


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21.03.2017 • Meine neueste Errungenschaft in Sachen Hightech-Fotoausrüstung! Rasante 6 B/m (Bilder pro Minute), wenn ich mich beeile, der Autofokus so fix, dass man ihn gar nicht merkt, rekordverdächtige Akkulaufzeit (hält seit etwa 80 Jahren).

Da jetzt völlig zu Recht Neid aufkommt, hier die Details: Das ist eine Zeiss Ikon Nettar 515/2, maximale Blende 1/6,3, Brennweite 10,5 mm. Der Photoapparat kam 1933 auf den Markt. Mein Großvater hat damit in den 30er und 40er Jahren des vorigen Jahrhunderts fotografiert. Und sie funktioniert immer noch.




Zusammenhang?

21.03.2017 • Eben hat die AKP, die türkische Regierungspartei, verkündet, sie plane keine Wahlkampfauftritte mehr in Deutschland. Damit ist sie wahrscheinlich einem Verbot zuvorgekommen. Aber auch egal. Ziel erreicht (siehe unten). Die Beschimpfungen Recep Tayyip Erdoğans gehen jedenfalls ungehemmt und nach dem bekanntem Schema weiter: Die Deutschen seien böse Nazis, die Europäer allesamt „rassistisch, faschistisch und grausam“, und deshalb müssten die Türken beim Referendum für sein Präsidialsystem stimmen. Wo ist da gleich noch der Zusammenhang?




Nebelkerzen der sich selbst einladenden Gäste

21.03.2017 • Eineinhalbwochenrückblick

Wahlkampf in einem fremden Land hat nichts mit Meinungsfreiheit zu tun. Die Grundrechte in unserer Verfassung, dem Grundgesetz, definieren die Rechte der Bürger gegenüber dem Staat und schützen den Bürger vor den in der Regel mächtigeren staatlichen Institutionen. Sie dienen nicht ausländischen Politikern, wie es aktuell die türkische Führung für sich beansprucht.

Man kann in Deutschland vieles sagen, sogar, dass man es toll findet, in der Türkei eine Diktatur einzuführen. Obwohl man selbst dort offenbar nicht leben möchte, sondern lieber im „faschistischen“ Deutschland. Wenn die AKP-Fans unter den türkischen Deutschen oder den deutschen Türken Recep Tayyip Erdoğan großartig finden, wenn sie dessen autokratisches Regierungssystem befürworten, wenn sie persönliche Freiheiten, wie sie in Deutschland üblich sind, als völlig überbewertet ansehen, wenn sie demokratische Errungenschaften wie Gewaltenteilung, Pressefreiheit oder Rechtsstaatlichkeit gar nicht mögen und das Wetter in Deutschland eh viel zu schlecht ist – warum ziehen sie dann nicht umgehend ins gelobte Land? Die anderen sind hier herzlich willkommen.

Ich kenne viele Türken, bin mit einigen befreundet, meine Frau ist Türkin. Ich habe die türkische Gastfreundschaft kennen und schätzen gelernt, sie spielt in der türkischen Kultur eine wichtige Rolle.

Wenn ein Land wie Deutschland türkischen Regierungsvertretern die Möglichkeit einräumt, hier Wahlkampf zu betreiben – was, ich hatte es schon einmal erwähnt, den türkischen Gesetzen widerspricht –, dann ist das eine Geste der Gastfreundschaft. Nicht mehr. Es gibt kein Recht darauf, keinen Anspruch.

Aber die sich selbst einladenden Gäste verhalten sich nicht, wie Gäste es tun sollten. Sie beschimpfen den Gastgeber ohne Luft zu holen. Ich denke, wir sollten es Erdoğan und seinen Kumpeln nicht zumuten, in ein faschistisches Land voller Nazis, einen „Banditenstaat“, reisen und dessen Gastfreundschaft in Anspruch nehmen zu müssen.

Die Bürger der Türkei sollen am 16. April in einem Referendum über die Einführung eines von Erdoğan angestrebten Präsidialsystems abstimmen. Dabei geht es um die innere Verfassung des Landes. Und worüber wird diskutiert?

Europa hat die Türkei lange hingehalten, als es um den EU-Beitritt ging. Aber was hat das mit dem Referendum zu tun? Nichts.

Die Integration von Türken – und nicht nur von diesen – in die deutsche Gesellschaft in den vergangenen Jahrzehnten verlief sicher alles andere als optimal. Aber was hat das mit dem Referendum zu tun? Nichts.

Erdoğan legt sich gerade mit der halben Welt an, beschimpft Deutschland und die Niederlande. Was haben, um es mal ganz zurückhaltend zu formulieren, außenpolitische Differenzen, mit dem Referendum zu tun? Nichts.

Erdoğan spricht häufig von der angeblich verletzten „Ehre des türkischen Volkes“. Dabei geht es in der Regel ausschließlich um Kritik an ihm, seiner Regierung, seinem Handeln. Tatsächlich scheinen viele Türken beleidigt zu sein, wenn Erdoğan kritisiert wird. Sehen sich kollektiv als Opfer. Genau das ist das Kalkül. Und in der Türkei geht das offenbar auch auf. Mir erscheint es recht anmaßend, die eigenen – Erdoğans – Befindlichkeiten zu den Befindlichkeiten der ganzen Nation zu erklären. Und was haben die Befindlichkeiten Erdoğans und von mir aus auch die „Ehre des türkischen Volkes“ dem Referendum zu tun? Nichts.

Erdoğan verspricht, die Türkei wieder „groß“ zu machen. Er schwelgt in Erinnerungen an die großen Zeiten des Osmanischen Reiches und versteigt sich dabei auch hin und wieder in steilen Behauptungen wie die, Amerika sei vor Kolumbus von Muslimen, woher die auch immer gekommen sein mögen, entdeckt worden. Auch Kolumbus war nicht der Entdecker Amerikas. Da lebten bei seiner Ankunft nämlich schon Menschen ...

Aber Amerika ist in diesem Zusammenhang ein gutes Stichwort. Ohne Frage gehören die USA zu den mächtigeren Ländern des Planeten. Braucht es dazu einen starken Führer mit diktatorischen Vollmachten? Offensichtlich nicht. Die USA haben das problemlos auch als Demokratie geschafft. Was also hat das Referendum, bei dem es, ich wiederhole mich gerne an dieser Stelle, ausschließlich um die innere Verfassung der Türkei geht, mit dem Streben nach nationaler Größe zu tun? Genau: Absolut rein nichts.

Es wäre Zeit, einmal konkret und offen über die Verfassungsänderungen zu sprechen. Doch das ist von Seiten Erdoğans offensichtlich gar nicht gewollt. Stattdessen werden mit den genannten Themen Nebelkerzen geworfen, Feindbilder aufgebaut, nationalistischer Fanatismus geschürt und Gegner der angestrebten Verfassungsänderung mit den Werkzeugen eines Polizeistaates eingeschüchtert und eingesperrt.


Der 100%-Schulz: Mit glatten 100% ist Martin Schulz, der sozialdemokratische Messias, zum SPD-Parteivorsitzenden und zum Spitzenkandidaten seiner Partei für die Bundestagswahl im Herbst bestimmt worden. Da erblassen doch die DDR-Altvorderen vor Neid.


Im Westen nichts Neues: Mr. Trump, immer noch Präsident der USA, lügt munter weiter. Seine Anhänger stört es offenbar wenig. Und wenn eine DPA-Kollegin auf der gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Merkel kritisch nachfragt, also schlicht ihren Job macht, ist sie eine Heldin. Soweit es es schon gekommen.


Schulprojekt (Lügen-) Presse: Vor ein paar Tagen ging es nach Alsdorf, in das dortige städtische Gymnasium. Wir trafen uns mit geschätzt 80 Schülerinnen und Schülern aus der Oberstufe und diskutierten mit ihnen darüber, wie wir arbeiten, über journalistische Grundsätze, Bildmanipulationen und das Vertrauen in die Presse.




Fotos von den Deutschen Hallenmeisterschaften der U20 im Archiv

19.03.2017 • Die Bilder der Deutschen U20-Hallenmeisterschaften sind archiviert. Exakt 300 neue Motive aus dem Glaspalast in Sindelfingen.


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Online-Archiv ...

12.03.2017 • Gestern war ich bei den letzten Deutschen Meisterschaften in diesem Winter, denen im Crosslauf im niedersächsischen Löningen. Wenig winterlich, Sonne, blauer Himmel, angenehme Temperaturen.

Damit wächst die Liste der noch nicht archivierten Veranstaltungen: Deutsche Hallenmeisterschaften U20 in Sindelfingen, Deutsche Hallenmeisterschaften der Senioren in Erfurt und eben die Deutschen Crossmeisterschaften. Ich arbeite dran ...




Der Pressekodex I

12.03.2017 • Der Pressekodex ist Richtlinie für journalistisches Handeln. Bei unserem Schulprojekt (Lügen-) Presse, das nächste Woche in Alsdorf weiter geht, ist der Pressekodex auch immer ein Thema. Habe die 16 Punkte einmal aufgelistet.


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Wer oder was ist Faschismus?

12.03.2017 • Vierwochenrückblick

Die Rückblick-Zeiträume werden länger. Diverse Deutsche Meisterschaften in den vergangenen Wochen. Da fehlt die Zeit.

Aus aktuellem Anlass muss ich mich mal mit dem Thema Faschismus beschäftigen. Eine politische Ideologie, von der man eigentlich hätte annehmen sollen, dass sie im Mülleimer der Geschichte gelandet ist. Wo sie auch hingehört.

Es kommen schrille Töne aus Ankara. Deutschland sei faschistisch, der Nationalsozialismus munter wie zu seinen besten Zeiten. Die verbale Universalkeule. Warum? Weil AKP-Politiker der türkischen Regierung in Deutschland den ein oder anderen Wahlkampfauftritt nicht absolvieren konnten.

Die Arroganz und Selbstverständlichkeit, mit der Recep Tayyip Erdoğan und seine Kumpel das Recht einfordern, in einem fremden Land Wahlkampf betreiben zu können, ist unverschämt und unerträglich. Ein bisschen Demut stünde ihm gut an. Völlig absurd und zugleich entlarvend wird das Poltern nach einem Blick in das türkische Wahlgesetzt. Wie zuerst wie „Welt“ und der „Spiegel“ schrieben, steht dort unter anderem der interessante Satz: „Im Ausland und in Vertretungen im Ausland kann kein Wahlkampf betrieben werden.“

Mal ganz davon abgesehen, dass sich der türkische Präsident hier in Deutschland auf Grundrechte wie die Meinungsfreiheit beruft, die er in seinem Land politisch Andersdenkenden und der Opposition nicht zugesteht. Wer beim Referendum um die Einführung des Präsidialsystems mit Nein stimmen will, wird als „Volksverräter“ und „Terrorist“ beschimpft, bekämpft und mundtot gemacht oder eingesperrt.

Demut ist nun eine Eigenschaft, der Erdogan ganz sicher völlig unverdächtig ist. Das Ziel seiner wilden Beschimpfungen ist auch offensichtlich: Er hat Sorge, dass das Referendum schief gehen könnte. Da gilt es, die eigenen Reihen zu schließen, die Anhänger aufzuheizen – indem immer weiter, immer schriller provoziert wird, indem immer neue Feindbilder aufgebaut werden. Die Provokationen lassen sich nicht beliebig steigern. Was will er Deutschland noch mehr vorwerfen, als ein nationalsozialistischer Staat zu ein? Das Problem mit der Anhäufung von Feinbildern: Irgendwann gehen einem die Freunde aus.

Und nun beschimpft Erdogan auch die Niederländer als Faschisten und Nazis (Willkommen im Club ;-). Der Mann macht sich lächerlich. Seine Anhänger wird er mit solchen Aktionen aber wahrscheinlich hinter sich versammeln und sich selbst weiter in der Opferrolle inszenieren können – auch dank der durch die weitgehend von der türkischen Regierung kontrollierten Massenmedien, die nur eine Sichtweise transportieren.

Ich befürchte, Erdogan wird die Türkei, nachdem er in den ersten Jahren seiner Regierung viel Gutes für das Land erreicht hat, kräftig gegen die Wand fahren. Und das nur um des eigenen Machterhalts Willen. Wer so handelt, ist kein Patriot, für den er sich wahrscheinlich hält, sondern ein Egoist.

Ich schweife ab. Zurück zum Thema und der Frage: Wer oder was ist nun eigentlich Faschismus? Wir könnten Erdogan fragen, der sollte es ja wissen. Ich werden mich in den nächsten Tagen, wenn ich etwas Zeit haben, an einer kurzen Charakteristik versuchen.






Online-Archiv

08.03.2017 • Noch nicht im Online-Archiv sind die Fotos von den Deutschen Hallenmeisterschaften U20 in Sindelfingen und den Deutschen Hallenmeisterschaften der Senioren in Erfurt – wie das von Jochen Gippert (TV Herkenrath) bei seinem Lauf zum Deutschen Rekord in der M40.






Es sind noch keine ...

28.02.2017 • ... Bilder der Deutschen Hallenmeisterschaften U20, wie das von Bo Kanda Lita Baehre bei seinem Sprung über 5,50 Meter, im Archiv. Das dauert auch noch ein paar Tage. Sorry, geht nicht schneller.




Fotos von den NRW-Hallenmeisterschaften im Archiv

23.02.2017 • Die Bilder der NRW-Hallenmeisterschaften sind archiviert. Genau 249 neue Motive aus der Leichtathletik-Halle in Leverkusen.


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Fotos vom PSD Bank Meeting im Archiv

13.02.2017 • Die Bilder des Düsseldorfer Hallenmeetings sind archiviert. Noch nicht im Online-Archiv sind die NRW-Hallenmeisterschaften.


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Saftladen und lahme Gurken

12.02.2017 • Zweiwochenrückblick

Die lahme Gurke der (zwei) Woche(n): Das bin ich ;-). Wie der ein oder andere beim Besuch meiner Homepage und meines Online-Archivs festgestellt hat, bin ich in Sachen Bilder-Archivierung deutlich in Rückstand. Wie eigentlich immer. Das hat verschiedene Ursachen. Zum einen habe ich gerade ein paar mehr private Verpflichtungen als üblich. Zum anderen fotografiere ich viel zu viel. In der vorletzten Woche hatte ich selbst für meine Verhältnisse viele Leichtathletinnen und Leichtathleten vor der Linse. Erst beim PSD Bank Meeting in Düsseldorf, dann an zwei kompletten Tagen bei den NRW-Hallenmeisterschaften in Leverkusen. Mit den drei Veranstaltungen davor kommen damit in diesem Jahr schon einige tausend Fotos zusammen. 10275, um genau zu sein.

Nach jeder Veranstaltung muss ich mich erst einmal um die aktuelle Berichterstattung in diversen Zeitungen kümmern. Die bekommen von mir natürlich Fotos, zum Teil auch Texte. Erst danach habe ich die Muße, mir die ganzen Bilder noch einmal in Ruhe anzuschauen und sie zu archivieren. Und je nach Menge der Fotos kann sich das durchaus hinziehen. Es kann auch passieren, dass schneller neue Bilder dazu kommen als ich alte abarbeiten kann. So staut sich das alles auf. Ich bitte also um etwas Geduld, wenn die gesuchten Fotos der aktuellen Veranstaltungen noch nicht im Online-Archiv zu finden sind.

Die Überraschung der (zwei) Woche(n): Die SPD hat neuerdings einen Kanzlerkandidaten, der auch Kanzler werden will. Große Euphorie nicht nur bei den Sozis wegen Martin Schulz.

Die Unmöglichkeiten der (zwei) Woche(n): Noch eine Überraschung – erfolgreiche Titelverteidigung durch den US-Präsidenten und sein Team in dieser Kategorie. Dass Mr. Trump keinen Respekt vor Andersdenken, Andersgläubigen oder überhaupt anderen Menschen hat, ahnten wir ja bereits. Er hat aber auch keinerlei Respekt vor anderen Verfassungsorganen, der Verfassung seines Landes und der dort verankerten Gewaltenteilung, wie wir spätestens seit seinen Ausfällen gegenüber Richtern wissen, die eine anderen Meinung als er vertreten.

Und nun mosert er als Präsdident (!) darüber, dass ein Unternehmen die Produkte seiner Tochter Ivanka aus dem Sortiment genommen hat. Trumps Beraterin Kellyanne Conway forderte in einem Fox-Interview dazu auf, Ivanka-Produkte zu kaufen. Der neue White-House-Teleshopping-Kanal. Mir scheint, gegen das Geklüngel und Vermischen von politischen und persönlichen Wirtschaftsinteressen im Trump-Clan ist das Gehabe des von ihm so beschimpften „Establishments“ ein Kindergeburtstag. Die Produkte werden offenbar in China hergestellt. War da nicht mal was?

Derweil hat die schon erwähnte Kellyanne Conway mal eben ein nie stattgefundenes Massaker erfunden, angeblich ausgeführt von zwei Irakern, um das Einreiseverbot zu rechtfertigen – und muss im Interview mit „Fake News CNN“ kräftig zurückrudern. Nicht, dass andere US-Präsidenten (ohne verallgemeinern zu wollen: Politiker, Menschen ...) vor ihm nicht auch schon gelogen hätten. Ich erinnere an Georg W. Bush und seine Begründung für den Irakkrieg. Aber so plump und an sich leicht widerlegbar zu lügen, da ist die Trump-Mannschaft absolute Spitze. Stellt sich die Frage: Ist das Blödheit oder Unverfrohrenheit?

Auch wenn ich mich hier gerne an Mr. Trump abarbeite. Mit Jarosław Kaczyński (Polen) oder Viktor Orbán (Ungarn) haben wir in Europa, sogar in der EU, ähnliche Typen.

Mr. Trump hart auf den Fersen: Benjamin Netanjahu. Die Knesset, das israelische Parlament, verabschiedete mit der Regierungsmehrheit, geführt von der Partei Likud von Netanjahu, ein Gesetz, mit dem Tausende von Siedlerwohnungen auf palästinensischem Gebiet im Westjordanland legalisiert werden. So wird da nie Frieden herrschen.

Der Saftladen der (zwei) Woche(n): Ich habe keine Ahnung, wie zuverlässig der griechische Götterbote Hermes war. Der gleichnamige Paketdienst ist es jedenfalls nicht. Ein Paket sollte am Freitag geliefert werden. Am Nachmittag las ich auf der Hermes-Homepage bei der Paket-Verfolgung: „Der Empfänger wurde nicht angetroffen.“ Also ich. Ich war aber den ganzen Tag zu Hause, niemand hat geklingelt, im Briefkasten lag auch keine Benachrichtigung. Am Samstag das gleiche Spiel. Da hat offenbar ein Mitarbeiter gar keine Lust. Nicht das erste Mal. Saftladen!

Die Begeisterung der (zwei) Woche(n): In Rumänien gehen die Bürger zu hundertausenden auf die Straße und protestieren gegen ein Dekret der Regierung, mit dem diese ihre eigene Korruption straffrei stellen möchte. Bravo! Auch hier stellt sich die Frage: Ist das Blödheit oder Unverfrohrenheit auf Seiten der Regierung? Ich tippe auf letzteres. Arroganz der Macht.

Die Vorfreude der (zwei) Woche(n): Spätestens Anfang März geht es weiter mit unserem Schulprojekt (Lügen-) Presse. Bin gespannt!

Falls nicht mehr alle wissen, worum es dabei eigentlich geht – Bericht über eine unserer Veranstaltungen in Alsdorf:

Bericht Aachener Nachrichten


Falls Sie/Du Interesse haben/hast, dass wir auch an Ihre/Deine Schule kommen – gerne! Sie sollte nur in der Städteregion Aachen liegen. Mir einfach eine Mail schreiben:

Mail: wb@wolfgang-birkenstock.de




Fotos von den Nordrhein-Hallenmeisterschaften im Archiv

11.02.2017 • Die Bilder der Nordrhein-Hallenmeisterschaften in Leverkusen sind in meinem Online-Archiv.

Noch nicht im Online-Archiv sind die folgenden Veranstaltungen: Das PSD Bank Meeting und die NRW-Hallenmeisterschaften.


Zum Fotoarchiv Leichtathletik




Fotos von den Westfälischen Hallenmeisterschaften im Archiv

07.02.2017 • Die Bilder der Westfälischen Hallenmeisterschaften in Dortmund sind archiviert. Exakt 213 neue Motive.

Noch nicht im Online-Archiv sind die folgenden Veranstaltungen: Die Nordrhein-Hallenmeisterschaften, das PSD Bank Meeting und die NRW-Hallenmeisterschaften.


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Diskussionsfreudige Jugend

29.01.2017 • Wochenrückblick

Die Unmöglichkeiten der Woche: Mr. Trump, leider US-Präsident, ist ein Folter-Fan. Okay, diese Leidenschaft hat er ja schon bei seiner TV-Sendung „The Apprentice“ ausgelebt. Die konnte man aber einfach abschalten. Das geht beim Präsidenten dummerweise nicht. Was waren noch gleich die amerikanischen Werte? Vielleicht würde ein Blick in die eigene Verfassung helfen. Die unnütze Mauer, den peinlichen Schwanzvergleich um die Zuschauerzahlen bei der Vereidigung inklusive der „alternative Fakten“ und ... und ... und ... und ... lassen wir heute mal beiseite.

In Russland wird die Strafe für häusliche Gewalt – also das Verprügeln und Misshandeln der Ehefrau oder der Kinder – reduziert. Laut „Welt“ ist das nur noch eine Ordnungswidrigkeit, wenn nicht mehr als einmal im Jahr geprügelt wird, keine Blutergüsse sichtbar sind oder keine Knochen gebrochen werden. Die „Welt“ berichtet weiter, dass etwa 12.000 Frauen pro Jahr in Russland an den Folgen häuslicher Gewalt sterben. Jelena Misulina, das ist übrigens eine Frau, hat das Gesetz initiiert. Sie meint, eine Bestrafung des Gewalttäters sei schlecht für's Familienklima. Und Draufhauen entspreche der russischen Familientradition ...

Das erfreuliche Erlebnis der Woche: Ich war mal wieder in der Schule. Gemeinsam mit Amien Idries, Chef vom Dienst der Aachener Nachrichten/Aachener Zeitung, habe ich unser Schulprojekt (Lügen-) Presse fortgesetzt. Leider ohne den Dritten in unserem Team, Andreas Düspohl, Leiter des Internationalen Zeitungsmuseums in Aachen, der krankheitsbedingt verzichten musste. Wir waren nun schon zum zweiten Mal im Rhein-Maas-Gymnasium. Diesmal haben wir uns mit knapp 100 Schülern aus der 8. Klasse getroffen – und haben dort eine sehr diskussionsfreudige und kritische Jugend erlebt!




Fotos von den NRW-Hallenmeisterschaften der Senioren im Archiv

27.01.2017 • Die Bilder meiner ersten Leichtathletik-Veranstaltung in diesem Jahr, den NRW-Hallenmeisterschaften der Senioren in Düsseldorf, sind archiviert.


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09.01.2017 • Schnappschuss von der gestrigen Begegnung in der 1. Volleyball-Bundesliga Ladies in Black Aachen - VC Wiesbaden. Eben ein Spiel auf der Kippe ...






01.01.2017 • Ich wünsche Ihnen alles Gute für das neue Jahr 2017 - Erfolg, viel Freude am Leben und vor allem Gesundheit.




Aktuelles 2016: Neuigkeiten aus dem vergangenen Jahr