30.04.2020 • Na, wer erinnert sich noch? 36 Bilder auf einer Speicherkarte … Kleinbildfilm genannt … ;-)

Was damals Kleinbild war, nennt sich heute zu digitalen Zeiten Vollformat. Klingt imposanter, aber die Film- bzw. Sensorabmessungen sind mit 24 mm x 36 mm identisch. In den 90er Jahre des letzten Jahrhunderts des vorigen Jahrtausends habe ich diese Filme von Fuji regelmäßig in meine Kamera eingelegt. Üblicherweise den 400er, wenn es etwas dunkler wurden den mit ISO 1600. Schwarz-Weiß – Farbe wurde zu der Zeit bei Tageszeitungen noch kaum eingesetzt.

Genau der abgebildete 400er Film dürfte der letzte gewesen sein, den ich vor dem Wechsel auf meine erste Digitalkamera 2001 genutzt habe. Wenn man genau hinschaut, sieht man, dass der herausragende Filmanfang nicht ganz dem Standard entspricht. Ich hatte den Film damals im Labor abgeschnitten, da ich ihn nur zum Teil gebraucht hatte. Filme waren relativ teuer, auf diese Weise habe ich Material gesparrt.

Beim Abschneiden des Films in der Dunkelkammer musste ich natürlich Luft zu den belichteten Bildern lassen und bei der Länge ein bisschen schätzen. Das heißt: Ich wusste nie so ganz genau, wie viel Bilder ich auf so einem Film noch hatte.

Das führte hin und wieder zu leicht peinlichen Situationen, wenn der Film plötzlich und unerwartet mit viel Lärm zurückspulte. Beim Handball kein Problem, beim Schach oder einem klassischen Konzert, wo allein das Klicken des Verschlusses für böse Blicke und Stirnrunzler sorgte, schon. Bei diesen Ereignissen ist es mir tatsächlich passiert – ich wäre am liebsten im Erdboden versunken …

Lange her. Meine aktuellen Kameras sind absolut lautlos. Und den Film vermisse ich auch nicht.