13.06.2020 • Der Blick auf die Wettervorhersage und die gängigen Apps war beruhigend. Für den gestrigen Abend waren in Düsseldorf keine unschönen Wetterereignisse vorausgesagt. Aber wie aus dem Nichts stürmte es gegen 22:30 Uhr so heftig, dass der erste Leichtathletik-Wettkampf in der diesjährigen Freiluftsaison mit Zuschauern, die PSD Bank Flight Night Düsseldorf, unterbrochen werden musste. Nach der Zwangspause gelang nur noch Torben Blech vom TSV Bayer 04 Leverkusen ein gültiger Versuch. Der Ex-Zehnkämpfer gewann mit 5,55 Metern.

Etwa 250 PKW bildeten nach Angaben der Veranstalter – ich habe nicht nachgezählt – die Kulisse im Düsseldorfer Autokino auf dem Messeparkplatz P1. Nicht nur die Athleten und Leichtathletik-Fans waren heiß darauf, endlich wieder Wettkämpfe zu bestreiten oder zu sehen. Auch wir (Bild-) Journalisten freuten uns, wieder über Sport berichten zu können, was man am Andrang im Pressebereich erkennen konnte. Da tauchten Kollegen, Agenturen und TV-Sender auf, die eine solche Veranstaltung zu normalen Zeiten ignoriert hätten. Da spielte es auch keine Rolle, dass die Flight Night kein offizieller Wettkampf war, die Leistungen also keinen Einzug in irgendeine Bestenliste finden werden.

Für Raphael Holzdeppe war schon nach drei (Fehl-) Versuchen Schluss.

Hinter Torben Blech landeten seine Vereinskollegen Bo Kanda Lita Baehre und Philip Kass mit 5,40 Metern auf den Plätzen zwei und drei. Ex-Weltmeister Raphael Holzdeppe vom LAZ Zweibrücken stieg bei dieser Höhe ein, hatte aber das Pech, dass gerade zu dieser Zeit der Sturm Fahrt aufnahm. Er scheiterte dreimal an seiner Anfangshöhe.

Die Zuschauer saßen in ihren Autos oder standen neben ihren PKW, um den Stabartisten, hier Torben Blech, zuzuschauen.

Neben der Stabhochsprung-Anlage galten natürlich die momentan üblichen Abstands- und Hygiene-Regeln. Wir Fotografen und die TV-/Video-Kollegen wurden in mehreren Gruppen auf das Gelände geführt, damit nur ja kein Stau am (breiten) Eingang entstand. Die Bereiche, von denen wir aus fotografieren konnten, waren eher unbefriedigend. Neben oder hinter die Matte, von wo aus man schön eine Totale im Bild hätten festhalten können, durften wir nicht, obwohl dort Platz genug war und mehr Raum auch dafür gesorgt hätte, uns Fotografen zu entzerren.


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