04.08.2022 • Es war nicht gerade ein freundschaftliches Duell unter Nachbarn, das erste Heimspiel der Alemannia Aachen in der neuen Saison 2022/23. Es ging am vergangenen Sonntag auf dem Tivoli ausgerechnet gegen den 1. FC Düren, der in der vergangenen Mittelrheinliga-Saison souverän den Aufstieg in die Regionalliga geschafft hat. Nach 90 Minuten stand es vor fast 11.000 Zuschauern 2:2.

Die Fußballpause ist schon wieder zu Ende. Kam mir diesmal recht kurz vor. Am 19. Juni hatte ich zuletzt Fußball fotografiert. Zugegeben, ein Nachholspiel. Kreisliga. Der erste Versuch, dieses Spiel auszutragen, endete nicht mit dem Schlusspfiff, sondern mit einer Schlägerei. Diesmal blieb es friedlich. Ich wusste gar nicht mehr, wie staubig ein Aschenplatz sein kann. Neben der Alemannia in der Regionalliga fotografiere ich hier in der Region Spiele in der Mittelrhein-, Landes- und Bezirksliga. Da gibt es üblicherweise Kunstrasenplätze, bei denen natürlich nichts staubt. Dafür sind sie anfällig für Hitzeflimmern. Auch unangenehm. Total nervig. Jenseits von 30, 40 oder 50 Metern, je nach Temperatur, sind alle Bilder unscharf. Dann vielleicht doch lieber ein bisschen Staub ... 😁

Staubige Angelegenheit beim Kreisliga-Nachholspiel.

Aber es passt gut, dass jetzt der lokale und regionale Ligabetrieb in und um Aachen wieder beginnt. Denn meine Leichtathletik-Saison ist im wesentliche gelaufen. Klar, die Europameisterschaften im Münchner Olympiastadion stehen noch an, aber das war es dann wahrscheinlich für mich in diesem Sommer in Sachen Laufen, Springen und Werfen.

Von großer Freundschaft war die Begegnung zwischen der Alemannia Aachen und dem 1. FC Düren nicht geprägt. Diskussionen zwischen den Spielern wurden aggressiv, intensiv und auf engstem Raum ausgetragen – siehe obiges Bild. Dieses Foto habe ich, wie etwa 90% der Bilder bei diesem Spiel, mit meinem langen Telezoom, dem 200-600er von Sony, gemacht. Damit bin ich wunderbar flexibel, kann, wenn ich in einer Ecke stehe, das komplette Spielfeld abdecken. Die 600 mm Brennweite reichen, um Aktionen im Strafraum auf der anderen Seite im Bild festzuhalten, die 200 mm passen gut für Strafraumszenen direkt vor mir. In dem Fall greife ich aber auch gerne mal zum 70-200er. Das 24-70er kommt beim Fußball weniger zum Einsatz, bei Features, Totalen oder wenn die Alemannia-Kicker direkt vor mir jubeln. Wen die technischen Daten des Fotos oben interessieren – hier sind sie: Belichtungszeit 1/1600 s, Blende 6.3, ISO 2000, Brennweite 368 mm.

Aachener Fans sorgten für Erstaunen, als sie mit einem Banner ihre Abneigung gegen den „modernen Fußball“ oder vermeintliche „Kommerzkonstrukte in Düren“ zum Ausdruck brachten. Sie schimpften gegen Wolfgang Spelthahn, Dürener Landrat und zugleich Präsident des 1. FC Düren, unterstellten, dass „Dürens Bürger zum Sponsoring gezwungen“ worden seien. Der Kollege Patrick Nowicki aus der Dürener Redaktion hat sich in seinem Artikel „Kopfschütteln über Schmähtransparente der Alemannia-Fans“ damit beschäftigt (nur für Abonnenten).

Alemannia-Fans beim Spiel gegen Düren.

Weitere Fotos vom Spiel Alemannia Aachen gegen den 1. FC Düren gibt es in der Onlinegalerie der Aachener Nachrichten zu sehen.